Die Stadt
Die Grenze
Neulich war ich zum zweiten mal an der innerkoreanischen Grenze. Diese wird als DMZ, also Demlitarized Zone / Entmilitarisierte Zone bezeichnet. Waffenfrei ist sie allerdings keineswegs. Anscheinend stehen sich dort beachtliche Waffenarsenale auf engstem Raum gegenüber. Die DMZ selbst ist ein insgesamt vier Kilometer breiter Streifen der von Osten nach Westen über die koreanische Halbinsel verläuft. Die südlichen zwei Kilometer werden von Südkorea kontrolliert und die nördlichen zwei Kilometer von Nordkorea. Genau in der Mitte verläuft die Demarkationslinie, bestehend aus Warnschildern im Abstand von einigen hundert Metern. Alles stark gesichert und voller Zäune.
Das schlauste was man aus ökonomischer Sicht mit einer Grenze machen kann, die normalerweise aus mehr oder weniger ungenutztes Land besteht, ist natürlich sie touristisch zu erschließen. Genau das ist, seit der 2006 in Südkorea und Japan ausgetragenen Fußballweltmeisterschaft, auch der Fall gewesen. Mit einer Bustour kann man sich als Gruppe an eine Reihe von Orten innerhalb der DMZ kutschieren lassen. In meinem Fall handelt um ein Aussichtshaus mit Blick auf Nordkorea. Was man dort sieht: Berge. Sonst eigentlich nichts. Außerdem kann man dort allerhand Ramsch kaufen. Zum Beispiel Schlüsselanhänger mit Disneyfiguren. Wenn man nur begrenzt Zeit hat lohnt sich der Besuch der Grenze eigentlich nicht. Berge kann man auch anderswo für weniger Geld betrachten.
Worte und Bilder / Text and Images
